Ein grandioses Wochenende in Ampfing… Natürlich nicht nur wegen des super Wetters.
Der Reihe nach, oder besser gesagt, wie sich die Dinge vom Chaos in das Positive entwickeln können.
Vor einem Monat mussten wir die Prüfstandarbeiten abbrechen und konnten keine Motoren mehr testen. Also „back to the roots“ und von Hand „schleifen und feilen“ ohne Referenzen zu haben. Am Wochenende vor Ampfing dann ein Totalverlust eines guten Motors beim Testen in Italien. Der Supergau dann am letzten Dienstag als uns der Schweizerverband den Rennlizenzentzug ankündigte! Weil wir nur auf der Warteliste als Starter in Ampfing waren haben wir Titus ebenfalls in der Schweiz zu einem Rennen angemeldet (am gleichen Wochenende) was aber ein schwerer Regelverstoss sei! Erst am Donnerstag am Nachmittag haben wir per Telefon erfahren, dass wir in Ampfing an den Start gehen dürfen. Für uns eine einmalige Gelegenheit sich auf die Deutsche Kart Meisterschaft, Beginn nächstes Wochenende, in Italien vorzubereiten. Schnell wurde gepackt und ab ging es nach Bayern.
Das Freitagstraining wurde genutzt um die Motoren zu testen und zwar mit einem älteren Chassis ohne dieses gross anzupassen. Die Rundenzeiten waren verhalten gut mit doch beträchtlichem Abstand zu den Topteams wie Schumacher, Mach 1 Werkteams und anderen Kalibern. Am Samstag am Morgen ist Miguel, Titus‘ Mechaniker, angereist und hat das neu aufgebaute Chassis mitgebracht. Schnell wurde die technische Abnahme abgeschlossen und ab ging es in das einzige noch verfügbare Training. Nach dem „vier Augen“ Prinzip, natürlich mit dem Fahrer zusammen, haben wir uns auf eine Einstellung geeinigt. Im nachfolgendem Zeitfahren wurde Titus 12ter von 34 Fahrern. Der Verlust auf die Spitze 0.4 Sekunden. In zwei soliden Rennläufen, ebenfalls am Samstag wurde Titus je 14ter und 13ter, also verlorene Plätze mussten akzeptiert werden. Ein schwerer Unfall im letzten Rennlauf resultierte in einem vorläufigen Rennunterbruch. Titus lag zu diesem Zeitpunkt an zehnter Stelle! Beim Neustart konnte er die Position nicht halten.
Am Rennsonntag ging es dann richtig zur Sache und die vielen Zuschauer konnten unfallfreie, super Rennen geniessen. Im Prefinal wurde Titus guter 10! Eigentlich wurde schon das Teamziel erreicht. Dann konnte Titus im Finallauf nicht mehr angehalten werden. Wieder ein super Start verhalf ihm einige Plätze gut zu machen, wieder von P11 startend, und konnte sich zum Rennende auf P5 setzen, also ein Podestplatz, und bester ausländischer Fahrer! Nach 2016 und den Erfolgen im 2016 nun ein „kleiner“ Pokal mit sehr „grossem“ Wert. Trotz anfänglicher „Null Motivation“ zu einem sehr schönen Resultat…“think positiv“ und gutes Teamwork haben das ermöglicht mit grossem Dank an Miguel und dem vorherigen Team Chef Dennis welcher Online Hilfe abgegeben hat.
Wir werten dieses Resultat doppelt hoch weil wir Fahrer aus Spitzenteams hinter uns gelassen haben und welche sich vor allem durch verfügbare Motorenleistung profilieren. Also schon wie in der F1. Wenn man sich vorstellt, dass bei Schumacher ein solches Rennwochende zirka 11‘000 Euro kostet und man dabei auch solche Motoren beziehen kann müssen wir mit unserem Low Budget sehr zufrieden sein. Stellt Euch vor was möglich ist wenn wir die restlichen 3/10 von einer Sekunden noch mit besseren Motoren wettmachen können.

ADAC Kart Masters Ampfing 2018

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ADAC Kart Masters Ampfing

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